10 Jahre Kantorei!

By BKJK, 26. September 2018

Unglaublich, aber wahr: Die Bremer Kinder- und Jugendkantorei ist 10 Jahre alt geworden! Natürlich musste das gebührend gefeiert werden mit neuen Chor-Pullis, Erbsensuppe und gottesdienstlichem Gesang. Und vielen Dank an Clara für ihre tolle Rede! Wer sie verpasst hat, unbedingt hier nachlesen …

Auch den letzten sollte inzwischen aufgefallen sein, dass wir alle die gleichen Pullover anhaben..

Auf der Rückfahrt eines Probenwochenendes in Meppen, kamen ein paar von uns auf die Idee, dem doch sehr oft zu sehendem Trend der Vereins- oder Freizeitfahrten- Pullover zu folgen und Chorpullover zu „designen“ und für die Kantorei zu bestellen.. Das Thema mit dem Motiv und der Beschriftung am Ärmel war doch relativ schnell erledigt, in Form des Kantorei-Logos und eben der Abkürzung. Die Rückenbeschriftung kam dann doch eher als spontaner Einwurf von Jolanda, meine ich.

Am Überlegen wie man den Pulli, unabhängig vom Logo, zu etwas Einzigartigem machen kann, bzw. uns einen Spruch oder Slogan zu überlegen der für uns und den internen Zusammenhalt steht, fiel die Entscheidung direkt auf „Jo, wir schaffen das!“.

Wie kamen wir dazu?

Nun, seit ich denken kann, wird vor jeder Art von Auftritt, ob es nun ein Schauspiel, ein Konzert oder eine Messe ist, die Frage gestellt:,, So, ich frage jetzt mit Bob, dem Baumeister, können wir das schaffen?“ Diese Frage stellt selbstverständlich Ilka..

Wie nun zu antworten ist, wissen auch die Neuankömmlinge im Chor. Es gibt ja schließlich auch nur eine logische Antwort, die da lautet:, Jo, wir schaffen das!“.

Und tatsächlich ist dieses Ritual nicht einfach nur ein Gewohnheitsding „weil es halt jedes Mal so ist“.

Die Frage ist durchaus berechtigt, im Hinblick auf unsere Probenleistungen oder fast schon viel mehr die Probenpräsenz in der Woche der Aufführung.

Rückblickend, und dabei ist besonders der Jedermann im Fokus, kann man nämlich schon sagen, dass Ilka, besonders am Tag der Generalprobe kurz davor war, alles abzublasen und am Besten erst einmal einen Monat Auszeit von uns zu nehmen. Waren es fehlende Einsätze, gehäufte Texthänger oder der Protest unsererseits bezüglich Ilkas Idee des Totentanzes, die sich, wie so häufig bei komischen Ideen von ihr, nachts in ihren Kopf einschlichen, als sie grade auf unerforschte Art und Weise aufwachte.

Nun ja, unmittelbar vorm Betreten der Bühne wurde nun, zum einen als Ritual, zum anderen aber auch aus ernsthafter Sorge und Hilflosigkeit ihrerseits aus die erwartete Frage gestellt. Die Antwort schallte lauthals zurück, also blieb Ilka nichts anderes übrig, als mal wieder ihren Schützlingen zu vertrauen, dass sie gestern Abend vielleicht doch nochmal Text gelernt oder ihr Kostüm vervollständigt hatten. Für einen Projektabbruch war es nun außerdem ohnehin zu spät, das Publikum saß auf den Plätzen.

1,5 Stunden später war es dann hinter uns und siehe da: Die Aufführung war richtig gut! Nahezu schon ein Prachtstück von Theater in der Kantoreigeschichte.. Wer hätte das gedacht?!

Ilka zumindest nicht.

Wir hatten sie, wie bei jedem mal überzeugt, dass wir eben doch ein Auftrittschor sind und die ganzen Proben, auch an den Wochenenden überflüssig sind. Bei der Aufführung läuft es doch eh perfekt!

Um nun auf den Ursprung zurück zu kommen:

Die Kantorei besteht heute seit 10 Jahren. Es sind viele Sängerinnen und Sänger gekommen, gegangen oder auch geblieben. Aber unabhängig davon, hat jeder mindestens einmal das Ritual miterlebt, welches uns, in den Momenten, in denen es drauf ankommt, zusammenschweißt und uns antreibt unser Bestes zu geben. Dabei nicht zu vergessen: Das Lööööösen!

Sagen wir doch einfach: Auf weitere 10 Jahre mit Euch und Dir, Ilka!

Voll Spaß, Musik, Freundschaft und auch mal verzweifelten Situationen mit leicht cholerischen bis hysterischen Stimmungen. 10 Jahre sind eine lange Zeit, in der vieles passieren kann. Genau aus diesem Grund, Ilka, überlasse ich nun dir den Moment der entscheidenden Grundlage der nächsten 10 Jahre…